Rolle
Wer spricht? „Sie sind Makler mit 15 Jahren Erfahrung im Kölner Süden" liefert einen anderen Text als eine Anweisung ohne Rolle. Die Rolle setzt Tonlage, Fachtiefe und Blickwinkel.
Prompting ist das Handwerk hinter jedem KI-Tool: die Kunst, einem Sprachmodell so präzise Anweisungen zu geben, dass ein brauchbares Ergebnis entsteht. Vier Bausteine tragen jeden guten Prompt: Rolle, Kontext, Aufgabe und Format. Wer sie beherrscht, holt aus ChatGPT, Claude, Copilot und Gemini gleichermaßen bessere Ergebnisse, vom Exposé bis zur Vertragsanalyse.
Ich bin Nilas Möllenkamp, Speaker, Dozent und Trainer für KI in der Immobilienwirtschaft. Prompting ist in meinen Schulungen die erste Arbeitseinheit des Tages, denn ohne dieses Fundament bleibt jedes Tool unter seinen Möglichkeiten. Geübt wird an Fällen aus Ihrem Haus.
Wer spricht? „Sie sind Makler mit 15 Jahren Erfahrung im Kölner Süden" liefert einen anderen Text als eine Anweisung ohne Rolle. Die Rolle setzt Tonlage, Fachtiefe und Blickwinkel.
Objektdaten, Zielgruppe, Anlass und Vorgeschichte gehören in den Prompt, nicht ins Gedächtnis des Modells. Was fehlt, erfindet das Modell, und das fällt erst im fertigen Exposé auf.
Was genau entstehen soll, in einem Satz: ein Exposé-Entwurf, eine Zusammenfassung der Teilungserklärung, drei Antwortvarianten auf eine Mieteranfrage. Eine Aufgabe pro Prompt, nicht fünf.
Länge, Struktur, Ton, Ausgabeform. „200 Wörter, drei Absätze, sachlich, ohne Superlative" erspart drei Korrekturrunden. Das Format ist der meistvergessene Baustein und der mit der schnellsten Wirkung.
Rolle Makler, Kontext Objektdaten und Zielgruppe, Aufgabe Entwurf, Format Haus-Standard. Einmal sauber gebaut, läuft derselbe Prompt bei jedem Objekt wieder.
Lage, Markt und Rechtsstand recherchieren mit der Anweisung, jede Aussage zu belegen. Prompts ohne Quellenpflicht liefern flüssige Texte und ungeprüfte Behauptungen.
Zusammenfassen mit Fundstellenangabe, Auffälligkeiten markieren, Fragen für den nächsten Termin ableiten. Der Prompt bestimmt, ob ein Screening entsteht oder Geschwafel.
Die bewährten Prompts an einem Ort, mit Beispiel-Ergebnis. Der nächste Schritt: feste Rollen im Tool, etwa Custom GPTs, Claude-Projekte oder Langdock-Assistants. Dann steckt das Wissen im System, nicht in einzelnen Köpfen.
Prompting ist die erste Arbeitseinheit jeder Schulung und lässt sich mit jedem der Tools vertiefen, die Ihr Haus nutzt.
Mit vier Bausteinen: Rolle (wer schreibt), Kontext (Objekt, Zielgruppe, Zweck), Aufgabe (was genau entstehen soll) und Format (Länge, Ton, Struktur). Ein Prompt mit diesen vier Teilen schlägt jede lose Anweisung. Dazu gehören die Objektdaten in den Prompt, nicht ins Gedächtnis des Modells; erfundene Angaben fallen sonst erst im Exposé auf.
Weil jedes KI-Tool nur so gut arbeitet wie die Anweisung, die es bekommt. Wer Rolle, Kontext, Aufgabe und Format beherrscht, holt aus ChatGPT, Claude, Copilot und Gemini gleichermaßen bessere Ergebnisse, ohne eine neue Lizenz. In Schulungen ist Prompting deshalb die erste Arbeitseinheit des Tages.
Als Prompt-Bibliothek: die bewährten Prompts für Exposé, Korrespondenz, Recherche und Unterlagenprüfung an einem Ort, mit Beispiel-Ergebnis und Ansprechpartner. Noch besser wird es, wenn daraus feste Rollen im Tool werden, etwa Custom GPTs, Claude-Projekte oder Langdock-Assistants. Dann steckt der gute Prompt im System, nicht im Kopf einer einzelnen Person.
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